Freitag, 17. März 2017

[Rezension] Der Inbegriff von Biederkeit - Tharah Meester

Titel: Der Inbegriff von Biederkeit
Autor: Tharah Meester
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Kurzbeschreibung:
Drystane Marshall, Ascots vorzüglichster und tollkühnster Zeitungsschreiber, lässt nichts zwischen sich und eine gute Story kommen. Als die Geliebte eines zwielichtigen Politikers ermordet wird, ist er wie stets der Erste am Tatort. Sein journalistischer Eifer stößt jedoch auf die verschränkten Arme Donatien Giancovellis, der ihn in seiner gewohnt schroffen Art an der Ausübung seiner Pflichten hindert. Damit nicht genug, vermutet Drystane hinter dessen Verhalten noch viel durchtriebenere Motive. Ist der biedere Detective Sergeant etwa mit dem Geheimbund verbandelt und wartet nur darauf, ihn im richtigen Augenblick aus dem Weg zu schaffen?
Während er sich bemüht, die Wahrheit herauszufinden, muss er sich eingestehen, dass er sich der geheimnisvollen Ausstrahlung des stummen Polizisten nicht entziehen kann und es auch gar nicht will.


Fazit:
Wo soll ich nur beginnen?
Als ich mit dem Buch startete befand ich mich in kürzester Zeit wieder Mitten in dem Trubel von der Stadt Ascot. Und nein, nicht nur als Beobachter. Die Geschichte zieht einen ab der ersten Seit so tief in den Bann, dass man die Geschehnisse förmlich mit erlebt hat. Was natürlich auch an den überaus sympathischen Charakteren lag:

 Drystane Marshall

Wer „Der Tischler und sein Stutzer“ gelesen hat, bekam bereits ein kleines Bild des exzentrisch wirkenden Mannes. Er wird oft als „Geck“ bezeichnet, und streitet es selbst auch nicht ab. Ich würde ihn sogar als Paradiesvogel bezeichnen. Er hat eine schillernde Persönlichkeit und einen noch auffälligeren Kleidungsstil. Als Zeitungsreporter nimmt er selten ein Blatt vor den Mund und auch im Alltag hat er ein sehr hohes Mitteilungsbedürfnis. Eine interessante Persönlichkeit die einem oft ein Schmunzeln auf die Lippen zaubert. Aber nicht alles ist immer so wie es scheint.

Mit seiner außergewöhnlichen Art macht Drystane sich nur selten Freunde. Und hier kommen wir schon zu dem zweiten Protagonisten:

Donatien Giancovelli

Der Stumme Detective Sergeant kam schon des Öfteren mit Marshall in Konflikt, da er sich immer dessen Informationsbeschaffung auf Tatorten entgegenstellt. Sie streiten und verfluchen sich gegenseitig, aber durch unvorhersehbare Umstände sind sie bald aufeinander angewiesen. Sie merken, wie sehr sie sich zwischen all ihrer Abneigung eigentlich brauchen und jeder auf seine Weise auf den anderen angewiesen ist.
Donatiens Charakter hat mich sehr berührt. Seine Beweggründe waren nachvollziehbar konnte nicht anders als mit ihm zu fühlen.

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Zwischen einem spannenden Kriminalfall entstehen langsam immer stärkere Gefühle für die Frau Meester mit wunderschönen Umschreibungen glänzt:

"Es war, als hätte jemand unzählige Palpenmotten aufgescheucht, die nun mit kräftigen Flügelschlägen um eine Lichtquelle schwirrten."

Schmetterlinge im Bauch mal anders :)

Die Liebesgeschichte war mal wieder zum niederknien romantisch, aber auch für einiges an Drama war gesorgt. Es ist selten, dass mir bei einer Geschichte die Tränen in die Augen schießen, und hier ist es sogar zweimal passiert!
Es war aber nicht nur das Anbandeln der Hauptprotogonisten das mich begeistert hat. Die spannende Handlung befördert einen schnurstracks in die dunklen Machenschaften Ascots. Die Stadt hat eine Anziehungskraft der man sich kaum entziehen kann.

Die Geschichte kann alleinstehend gelesen werden, Hintergründe und Zusammenhänge werden gut erklärt, doch ich würde für einen perfekten Lesegenuss die Romane „Der Liebreiz einer Hyazinthe“ und „Der Tischler und sein Stutzer“ – bei der Drystane und Donatien zum ersten mal auftauchen – wärmstens empfehlen.

Ich werde wohl nie genug von den herrlich unperfekten Charakteren bekommen, denn genau diese Makel, diese Andersartigkeit machen sie zu Handlungsträgern denen man ohne zu zögern von einem Abenteuer ins nächste folgen würde und ich hoffe, dass es noch viele solcher Abenteuer geben wird.

Die Geschichte hatte unzählige berührende Momente, aber Drystanes Beschreibung von Donatien ist eine Aussage, die in nur wenigen Worten alles sagt was man wissen muss:

"Er ist mein Alles." - Drystane Marshall

In diesem Sinne kann es gar keine andere Bewertung als diese geben:
 
💚💚💚💚💚 von 💚💚💚💚💚
                Herzen

P.S. Allein das bezaubernde Cover würde noch unzählige Zusatzpunkte verdienen, doch dann hätte ich keinen Platz mehr zum schreiben!

Kommentare:

  1. Eine sehr schöne Rezension, die mit voll und ganz aus dem Herzen spricht.
    Ich hab sie mal bei meiner eigenen Rezension verlinkt.

    (Und ich wünsch Dir einen guten Start mit dem neuen Blog und viel Spaß beim Austausch über die Lieblingslektüren)

    LG Gabi

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    1. Hallo Gabi,

      Vielen Dank. Ich habe mir Mühe gegeben mein Gefühl während des Lesens rüber zubringen.

      Und Dankeschön. Werde mir deine später auch durchlesen :)

      Wünsche dir noch einen schönen Samstag Abend!

      LG, Susi

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